Plan
Blog von "Plan"
Das Eis wird dünn, die Pole schmelzen
Eintrag erstellt am: 01.09.2009 14:17 Anlagen: 0
Polarforscher Arved Fuchs brach Anfang Juni zu einer neuen Expedition in die Arktis auf, um den Rückgang des Polareises zu dokumentieren. Mittlerweile ist die Crew auf Zwischenstation in Island. Dort leitet der Plan-Pate ein internationales Klima-Camp für Jugendliche.
Zum Interview: http://www.plan-deutschland.de/news/article/entwicklung-hoechst-dramatisch/ Kinder schützen Küsten auf den Philippinen
Eintrag erstellt am: 28.08.2009 10:29 Anlagen: 2
Der Ort: Salcedo, Provinz East Samar, Philippinen
Die Akteurinnen und Akteure: Mädchen und Jungen der zur Gemeinde Salcedo gehörenden Dörfer Vom Pazifik kommende Taifune prallen als allererstes auf die Küsten der philippinischen Provinz East Samar. Dort richten sie verheerende Schäden an. Siedlungen werden zerstört, Lebensmittelvorräte verderben, Menschen und Tiere kommen zu Schaden. Einen natürlichen Schutz für die Küstenbewohner bieten Mangroven, die jedoch in der Vergangenheit oft abgeholzt wurden – Feuerholz ist knapp. Auch durch andere menschliche Eingriffe ist das besondere Ökosystem der Inseln und ihrer Küsten bedroht. Dynamitfischen zerstört Korallen und dezimiert Fischpopulationen, Abholzung von Wäldern in höheren Lagen führt zu Erdrutschen und Überflutungen im Flachland. Doch langsam ändert sich das Bewusstsein der Menschen und immer mehr Küstenanwohnerinnen und –anwohner werden zu Umweltschützern. Mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt führt Plan in der Gemeinde Salcedo zurzeit ein Pilotprojekt im Bereich des Küstenschutzes durch. Wie immer spielen die Kinder eine besonders wichtige Rolle. Sie nehmen an allen Projektaktivitäten teil – von der Planung bis zur Durchführung. Und sie freuen sich schon jetzt auf die Zeit, wenn sie erwachsen sind und ihren Kindern die Schönheit ihrer Küsten zeigen können. Bei meinem Besuch in mehreren Dörfern im Umland von Salcedo bin ich sehr beeindruckt vom großen Engagement der Kinder. Hier ein Beispiel: Direkt vor der Insel Mwalimaliw hat eine Gruppe von Kindern vor Kurzem zwei Hektar Mangroven gepflanzt. Auf dieser Insel nahm auch das Küstenschutz-Projekt Gestalt an, da die örtlichen Fischer gerne ein Meeresschutzgebiet ausweisen wollten, ihnen jedoch die dafür nötige Ausrüstung fehlte. Zur Überwachung solcher Schutzgebiete ist vor allem ein Patrouillenboot notwendig, das nur für diesen Zweck eingesetzt werden soll, einzige Ausnahme sind Rettungseinsätze. Wichtig ist auch der Bau von Hütten in der Nähe der Schutzgebiete, damit die Fischer, die sich schichtweise bei der Wachtätigkeit abwechseln, vor Wind und Wetter geschützt sind. Sie passen zum Beispiel auf, dass keine illegalen Fischfangmethoden wie das Dynamitfischen angewandt werden. Aber zurück zu den Kindern: Im Dorf Caga-ut, dessen tiefliegenden Häuser oft vom nahen Fluss überflutet werden, gibt es seit einiger Zeit ein einfaches Frühwarnsystem: Einen Niederschlagsmesser und einen Pegelstandanzeiger am Fluss. Die Vorsitzende des Gemeinde-Kindervereins zeigt mir, wie sie die Regenmenge misst und die Pegelstände überwacht. Gewissenhaft führt sie Buch: Jeden Morgen um acht Uhr und jeden Nachmittag um 17 Uhr schreibt sie den Wasserstand auf. Regnet es, verfährt sie genau so mit der Niederschlagsmenge. Bei anhaltendem Regen oder steigendem Flusspegel können die Kinder ihre Gemeinde nun rechtzeitig warnen. Alle Bewohner flussnaher Häuser können in den höher gelegenen Gebäuden des Ortes, wie etwa der Schule oder der Kirche, Zuflucht suchen. Ein weiterer wichtiger Effekt dieser Maßnahme ist, dass mit der Zeit eine Datensammlung entsteht, die Auskunft über die Regenmengen der vergangenen Monate und Jahre gibt. Claire Grauer ![]() ![]() Kinder auf Tabakplantagen nikotinvergiftet
Eintrag erstellt am: 27.08.2009 09:05 Anlagen: 0
Malawi - Schätzungsweise 78.000 Kinder arbeiten in Malawi auf Tabakplantagen. Zum Teil sind sie erst fünf Jahre alt. Im Schnitt verdienen sie 17 US-Cent pro Tag. Einer Plan-Studie zufolge nehmen sie durch den Hautkontakt mit den Pflanzen täglich soviel Nikotin auf, als würden sie 50 Zigaretten rauchen.
Die Studie von Plan International kommt zu dem Ergebnis, dass die Kinder durch das ständige Berühren der Pflanzen und das Einatmen des Staubes bis zu 54 Milligramm Nikotin täglich aufnehmen. Da sie ohne Handschuhe und Atemschutz arbeiten, leiden viele unter der so genannten grünen Tabakkrankheit. Diese äußert sich in Form von starken Kopf- und Bauchschmerzen, Husten, Atembeschwerden und Muskelschwäche. Mehr: http://www.plan-deutschland.de/news/article/kinder-auf-tabakplantagen-nikotinvergiftet/ |
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